Im fiktiven New Yorker 55. Bezirk arbeiten Feuerwehrleute, Polizisten und Rettungssanitäter in der dritten Tagesschicht von 15 bis 23 Uhr. Die privaten Geschichten der Dienst habenden Männer und Frauen sind ebenso Thema wie die täglichen Unglückfälle im 'Camelot' genannten Brooklyner Revier. Das harte Leben auf der Straße und persönliche Schicksalsschläge zerren an den Nerven. Doch durch Teamgeist und manchmal unkonventionelles Vorgehen sorgen die Angehörigen von 'Camelot' dafür, dass ihre Straßen sicherer werden. 'Third Watch' gilt als offizielles Spin-Off von 'Emergency Room', mit der es auch eine Crossover-Folge gab. Für beide Serien ist das selbe Produzententeam verantwortlich, und wie schon in der Krankenhausserie wurde großen Wert auf eine realistische Darstellung der täglichen Arbeit gelegt. Im Gegensatz zu anderen Serien wurden die Anschläge auf das World Trade Center nicht verschwiegen, sondern in die Serie eingebaut. Diese Storyline sorgte für gemischte Reaktionen in den USA. Absolut genial!Gibts hier bei Amazon!
Martin Scorsese ist mit seinem Film Bringing Out The Dead in die Straßen von New York heimgekehrt. Bringing Out The Dead ist das rasant erzählte Märchen eines Krankenwagenfahrers (Nicolas Cage) auf einer Dreitagesschicht ohne Schlaf, in der er sich auf einer adrenalinpuschenden Odyssee durch die Nacht befindet. Scorsese erzählt keine durchgängige Geschichte, er erschafft vielmehr ein Stimmungsporträt der Nacht und bedient sich dabei den Erinnerungen des ehemaligen Krankenwagenfahrers Joe Connelly, dessen semi-autobiographisches Buch gleichen Titels dem Film als Vorlage dient. So ist Bringing Out The Dead ein realistisches, gleichzeitig aber auch surreales, düsteres Comicmärchen über die Suche eines Mannes nach Erlösung. Frank Pierce (Cage) ist dieser Mann, der sich von seinem Job als Krankenwagenfahrer ausgelaugt fühlt. Er sieht sich nicht mehr als Lebensretter. Er fühlt sich vielmehr traurig aufgrund des Elends, mit dem er jeden Tag konfrontiert wird. Krampfhaft versucht er, den Schmerz in sich zu vertuschen. Doch es gelingt ihm immer weniger. Sein Leben ändert sich, als er Mary (Patricia Arquette) kennen lernt, die Tochter eines Mannes, der einen Herzinfarkt erlitten hat und den Frank ins Krankenhaus transportiert hat. In einer Welt, in der menschliche Interaktion in der Regel bedeutet, einen leblosen Körper auf eine Trage zu legen, steht Frank kurz vor einem Nervenzusammenbruch. Doch die Begegnung mit Mary verändert sein Leben.
In Bringing Out The Dead hat Scorsese erstmals seit langer Zeit wieder mit seinem Drehbuchautor Paul Schrader zusammengearbeitet, der bereits für die Drehbücher zu den Filmen Taxi Driver und Wie ein wilder Stier verantwortlich war. Kameramann Robert Richardson wiederum spinnt ein engmaschiges Netz von Menschen und Schicksalen über das New York der frühen 90er-Jahre und entwickelt ein unglaubliches visuelles Geschick bei der Komposition von Bildern als Spiegel der Gefühle der handelnden Personen, ohne dabei Überflüssiges im Bild festzuhalten.
Nicolas Cage wiederum erbringt in seiner Rolle eine außergewöhnliche Leistung, wobei er von einer großartigen Darstellercrew unterstützt wird, die neben Patricia Arquette auch noch John Goodman, Ving Rhames und Tom Sizemore umfasst. In Nebenrollen sind außerdem Mary Beth Hurt und Latino-Popstar Marc Anthony (als Drogenjunkie) zu sehen. Hervorzuheben ist schließlich der Kurzauftritt von Cliff Curtis in der Rolle eines freundlichen Drogenhändlers.
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Das Kammerflimmern als Vorzeichen des Herzstillstands markiert die Grenze zwischen Leben und Tod, und das gleichnamige Regiedebüt von Jung-Filmemacher Hendrik Hölzemann (Drehbuch-Autor von "Nichts bereuen") schickt den Zuschauer ebenfalls auf eine grenzwertige Erfahrung: Der Held von Kammerflimmern ist der traumatisierte Rettungsassistent Crash (mit gewohnt stiller Intensität: Matthias Schweighöfer), und dessen Berufsalltag fängt Hölzemann – geprägt von seinen eigenen Erlebnissen als Rettungs-Zivi – mit schonungsloser Direktheit ein. Tod, Elend und Verzweiflung lauern hier an jeder Ecke, die nächste, selbstzerstörte Existenz im Todeskampf ist immer nur wenige Filmminuten entfernt. In diese Welt ohne Freude und Hoffnung platzt für Crash die (wortwörtlich) Frau seiner Träume, November (Jessica Schwarz, erneut fast beängstigend gut und kraftvoll) – doch auch sie ist bei weitem nicht frei von Leid: Hochschwanger lernt sie Crash bei der (nicht erfolgreichen) Rettung ihres drogensüchtigen Freundes kennen. Nicht die beste Ausgangssituation für eine gemeinsame Zukunft, aber in Kammerflimmern ist ohnehin alles außergewöhnlich – vor allem die Liebesgeschichte. Mit dem Elan und Mut des Jungfilmers, der nichts bereuen und vor allem nichts so machen will wie die anderen, verabschiedet sich Hölzemann aus vollster Überzeugung von gängigen Konventionen und konfrontiert seine Zuschauer mit Figuren und Szenarien, wie man sie so vielleicht noch nie in einem Film gesehen hat. Das ist in seiner Grenzwertigkeit vielleicht nicht Jedermanns Sache, aber definitiv ein Filmerlebnis, dass sich nachhaltig ins Gedächtnis brennt
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Er ist verschlossen, arrogant und überhaupt nicht teamfähig: Eigentlich ist dem Rettungswagen-Fahrer Brenner alles egal. Doch dann entdeckt der Ex-Polizist Verbindungen zwischen einem Doppelmord und dem Tod eines Kollegen. Auftakt zu einem schwarzhumorigen Krimi von Wolfgang Murnberger mit Josef Hader als österreichischem 'Dirty Harry', der mit subversivem Witz und Wurschtigkeit den Fall löst. In Wien tobt zwischen den konkurrierenden Rettungsdiensten Kreuzretter und Rettungsbund ein Krieg, der nicht gerade mit Samthandschuhen ausgetragen wird. Da knackt man auch schon mal den Funkcode der Konkurrenz, denn jedes Verkehrsopfer oder jede Diabetikerin, die der Sanitäter ins Auto verfrachtet, bedeutet Geld. Rettungsfahrer Brenner erledigt seinen Job ohne große Emotionen, er hat die besten Zeiten hinter sich und will Ruhe. Aber die ist ihm nicht vergönnt, denn um ihn herum häufen sich plötzlich Todesfälle. Nicht nur ein Liebespaar wird kurz vorm Koitus erschossen, auch sein Kollege Piefke beißt ins Gras. Und dass Diabetes-Patienten erst ihr Testament verfassen und dann nach einer gespritzten Zuckerlösung reihenweise das Zeitliche segnen, gibt zu denken. Bei seinen Recherchen stößt Brenner auf eine Mauer des Schweigens, bei seinen früheren Polizei-Kollegen auf Häme und sein Chef mag sich auch nicht in die Karten gucken lassen. Da löst der Ex-Bulle mit Hang zum kleinen Whiskey zwischendurch notgedrungen eben allein den Fall.
Mit rabenschwarzem Ösi-Humor verfilmt Wolfgang Murnberger den gleichnamigen Kriminalroman von Wolf Haas. Gegen die schnell geschnittenen US-Krimis wirkt 'Komm, süßer Tod' auf den ersten Blick fast gemütlich. Das Böse steckt im Detail, in kleinen Gesten und der 'geschlamperten' Sprache der kleinen Leute. Die Handlung spielt im Vorstadt-Milieu, wo man redet, wie einem der Schnabel gewachsen ist (deshalb kriegen die Nordlichter auch eine eigene O.m.U.-Fassung). Zwar verzichtet Murnberger, der das Drehbuch mit Josef Hader und Haas verfasste, nicht auf genre-übliche Zutaten wie harte Schlägereien und endlose Verfolgungsjagden, aber der Wiener Schmäh und der typische - nicht immer jugendfreie - Humor sorgen für eine ganz spezielle Nestwärme. Und wenn die Bonsai-Machos nach getaner Arbeit ihre Rituale pflegen, zweideutige Witze reißen und sich lauthals in Verbal-Erotik ergehen, ahnt man bei diesen Männerabenden in der rauch- und alkoholgeschwängerten Luft eine deftige Dosis Testosteron, angeheizt durch Nina Proll als willige Prolo-Tussi. Die Sympathie gilt eindeutig Josef Hader als 50-jährigem Dickkopf, der sich durch Zynismus Gefühle vom Leib hält und als lakonischer Anti-Held vor Autoritäten nicht duckt, mit dem Scheitern souverän umgeht. Die groteske Liebesszene zwischen Hader und Barbara Rudnik, beide in Gips verpackt und nur bedingt beweglich, sollte selbst die Lachmuskeln notorischer Miesepeter reizen.
Ein Publikum mit Faible für österreichische Filme wie 'Indien' oder 'Hinterholz 8' lässt sich sicherlich gerne durch diese skurrile Wiener Melange aus Absurdität, Morbidität und Grant, verziert mit filigranen Film-Noir-Elementen, in Entzücken versetzen.
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"Drei Patienten" erzählt die Geschichte des Notarztes Matthias Kurowski, der mühelos, schwerelos, teilnahmslos durch die Hektik des Medizinbetriebes und des Lebens im allgemeinen zu gleiten scheint. Für all die Dinge, die er nicht verstehen kann, die zu kompliziert und zu widersprüchlich sind, hat er eine Lösung gefunden: Er trifft keine Entscheidungen mehr. Alles, was er tut, tut er rein nach Vorschrift. Nur dadurch kann er als Arzt und Mensch funktionieren. Doch dann tritt die junge Rettungsassistentin Hannah in seine wohlorganisierte Gleichgültigkeit. Sie und drei dramatische Fälle werden Dr. Kurowski vor seine größte Herausforderung stellen.
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